Stand der Sanitäranlage (25.09.04)

Seit der letzten Meldung (vom 28.07.2004) über den Zustand des Sanitärhäuschens des Tennisclubs hat der Rohbau mächtig Fortschritte gemacht. In 2 Monaten schaffte es der SVW ein Dach, allerdings ohne Eindeckung, auf die Fertigteilwände zu setzen. Leider war die Grundrissplanung dermaßen amateurhaft, dass in den 10cm Stahlbeton eine neue Türöffnung eingestemmt und eine andere zugemauert werden muss.

Wie die Rheinpfalz schon im Juli ankündigte, reichte der Tennisclub Klage ein, weil die Gelder für den Bau der Anlage schon länger an den SVW ausgezahlt wurden und bis Anfang des Jahres nicht mit dem Bauvorhaben begonnen wurde. Es bleibt weiterhin unklar, was mit den ausgezahlten Summen geschah. Die rechtsanwaltliche Klage seitens des TCW richtet sich aber nicht gegen den SVW bzw. Willi Behr, wie man annehmen könnte, sondern gegen den Bürgermeister von Weingarten, Dr. Kurt Seibert, der wohl für die sachgerechte Verwendung der öffentlichen Gelder verantwortlich ist. Es besteht die vage Hoffnung, dass das Bauvorhaben, trotz des extrem schleppenden Fortgangs, bis zur Medenrunde 2005 erfolgreich abgeschlossen sein könnte.

Aussagen eines Tennisclub-Mitglieds zufolge, musste das ursprüngliche Gelände des Clubs an den SVW abgetreten werden, weil Gemeinnützigkeit geltend gemacht wurde. Angesichts der Nachteile, die dem TCW und seinen Mitgliedern daraus entstanden und dem derzeitigen Status des SV Weingarten, muss man sich fragen, wie diese Gemeinnützigkeit gerechtfertigt ist. Einige Gastvereine meldeten während der Medenrunde 2004 Zweifel an, ob der TCW auf Grund fehlender Sanitäranlagen überhaupt das Potenzial hat, an der Spielrunde teil zu nehmen. Und was ist ein Sportverein ohne eine Meisterschaftsrunde!?


Innerhalb von 2 Monaten schaffte man es immerhin die Dachunterkonstruktion zu montieren.
Rechts die Tür, die in den 10cm Stahlbeton gestemmt werden musste.

Tennisverein klagt

Zweifel meldet Volker K. Ewert, Vorsitzender des Tennisvereins Weingarten, an der Darstellung Willi Behrs zum Thema Tennis-Vereinsgebäude im Bericht „Neuer Sponsor und Stürmer sollen Weingarten beflügeln“ an. Behr, Vorsitzender des Fußball-Oberligisten SV Weingarten, hatte unter anderem geäußert, dass der Anbau mit Duschkabine und zwei Toiletten „am 22. Juli geliefert wird“. „Im Frühjahr 2002 mussten die bestehenden Vereinsgebäude des Tennisvereins den aufstrebenden Plänen des Sportvereins weichen und wurden abgerissen“, schreibt Ewert. „Dafür erhielt der Tennisverein ein Ersatzgebäude, jedoch ohne Sanitäranlagen, für deren Neubau der Sportverein sich bis zum Juni 2003 verpflichtete. Bis heute wurde außer der Bodenplatte nichts gebaut.“

Das Geld für den Neubau, angeblich „über 40 000“, hat der Sportverein nach Ewerts Kenntnis bereits im Herbst 2003 von der Gemeinde erhalten. Seitdem verspreche Behr die Fertigstellung zum März 2004, zum Juni 2004 und gegenüber der RHEINPFALZ zum 22. Juli 2004. „Aber es passiert nichts“, so Ewert. Der Tennisverein, der seit zwei Jahren keine Sanitäranlagen mehr besitze, vermute, „dass nicht der ,Ton‘, sondern eher Finanzschwierigkeiten des Sportvereins den Neubau verhindern. Es bleibt nur zu hoffen, dass mit den Geldern nicht andere Finanzlöcher beim Sportverein gestopft wurden.“ Dem Tennisverein sei nach erfolglosem Bitten und Drängen auch mit Unterstützung der Verbandsgemeinde letzlich kein anderer Weg geblieben, als rechtliche Schritte einzuleiten, teilt Ewert mit und verweist auf „bindende schriftliche Vereinbarungen“.

Quelle: vom 28.07.2004
Die Fertigteilaußenwände stehen

Geduld des Tennisclubs am Ende
Sportverein hat Sanitäranlage noch nicht erstellt

"Jetzt reicht es, wir sind mit unserer Geduld am Ende" sagte der Vorsitzende des Tennisclubs Weingarten (TCW) Volker Ewert am Montagabend in einer erweiterten Vorstandssitzung. Der Grund: Der Sportverein (SVW) hat seine mit der Ortsgemeinde vertraglich abgeschlossene Verpflichtung, für die Tennisanlage ein Gebäude mit Sanitäranlage zu erstellen, noch nicht erfüllt.

"Die Gemeinde hat ihre Verpflichtung erfüllt und die genannten Beträge überwiesen" sagte Ortsbürgermeister Dr. Kurt Seibert vor der Versammlung, nun sei die Reihe am SVW zu handeln. Wenn dieser seine Verpflichtung nicht erfüllen sollte, werde die Gemeinde das Geld zurückfordern.

Chronologisch fasste der TCW-Vorsitzende Ewert den Ablauf des Geschehens zusammen. Der TCW hatte Einspruch gegen das Bauvorhaben "Sportgelände" erhoben und nach der Offenlage der Pläne im März 2001 seine bisher genutzten Räumlichkeiten abgerissen, weil der Grund und Boden für den Bau der neuen Sportanlage des SVW benötigt wurde. Die Ortsgemeinde hatte im Vorfeld bereits 100.000 Mark (51.129 Euro) zur Verfügung gestellt, die so aufgeteilt wurden, dass der TCW 10.000 Mark (5.113 Euro*) erhielt, mit dem Rest von 40.000 Mark (20.451 Euro*) soll der SVW laut Vertrag besagte Baumaßnahmen durchführen, was noch nicht geschehen ist. Mit immer neuen Versprechungen und Hinhaltetaktiken der inzwischen mehrmals festgeschriebenen Terminen (Herbst 2003, April 2004) sei der TCW, der sich bisher kulant verhalten habe, immer wieder vertröstet worden.

Durch diesen Zustand leide der Sportbetrieb des TCW, da die Spieler im etwa 200 Meter entfernten alten Sportheim die sanitären Räume aufsuchen müssen. Der TCW hat beschlossen, wegen der ständigen Verzögerungen einen Rechtsanwalt einzuschalten, falls der Vertrag bis zum 30. Juni nicht erfüllt ist.

* Berichtigung: In einer der nächsten Ausgaben der Rheinpfalz wurden die Zahlen berichtigt: Der Tennisclub erhielt 10.000 Euro (anstatt 5.113 Euro). Der SVW erhielt 41.192 Euro (anstatt 20.451 Euro)

Quelle:
 

Hier sollten die Sanitäranlagen des Tennisclubs stehen, für die der SVW
schon vor längerer Zeit Gelder von der Gemeinde erhalten hat.

Der Tennisclub verfügt über 3 Sandplätze und eine Boulebahn,
aber nicht über Toiletten und Duschen.

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