Saison 2005/2006 - Spielbericht
Kerwespiel: SV Gommersheim - SV Weingarten 0:5
Man kann zu dem Verein und seiner Führung stehen wie man will, wenn man heute den Einsatz, den Willen und die Moral der Mannschaft gesehen hat, darf, nein, muss man traurig sein, dass dies vielleicht das letzte Spiel dieser Klassetruppe war. Aus diversen Quellen war zu vernehmen, dass am morgigen Montag eine endgültige Entscheidung in Sachen Insolvenz fallen soll. Ein SVW-Mitglied formulierte treffend: "Sportlich gesehen wäre es verdammt schade."

Das Spiel begann von beiden Seiten verhalten. Der SVW, gerade mal mit 12 Mann vor Ort, versuchte das Spiel aus einer sicheren Abwehr heraus zu organisieren. Auf Grund des verletzungsbedingten Fehlens von Jens Kellner und dem erst zu zweiten Halbzeit eingetroffenen Anyanwu, wurde Eugen Jerilow zum letzten Mann umfunktioniert und machte seine Sache sehr gut. Seine ihm eigene Ruhe auf dem Platz, die im Sturm nicht unbedingt von Vorteil ist, ließ die Abwehr gegen die agilen Gommersheimer Stürmer bis auf wenige Ausnahmen stabil stehen. In Thorsten-Conrad-Manier schaltete sich Jerilow in der 41. Minute sogar mit in den Angriff ein und erzielte per Kopf das 0:2. Allerdings hatte Memokoh in der 32. die Chance Gommersheim in Führung zu bringen, sein Foulelfmeter ging aber deutlich am Tor vorbei. Im Gegenzug (33.) besorgte dann Gastspieler Zeljko Dakic mit einem Freistoß aus 25m das 0:1 für Weingarten. Mit der 2:0 Führung ging es in die Pause.

Nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff besorgte Henning Rohr per Kopf, nach Flanke von Slatnek, das 0:3. In der 55. Minute konnte man sehen, dass sich die Mannschaft von dem Hickhack im Verein nicht beeindrucken ließ. Pita hatte an der Mittellinie den Ball verloren, eilte aber mit zurück und klärte für seinen schon geschlagenen Torhüter auf der Linie. Das 0:4 (68.) und 0:5 (71.) besorgte dann der Ex-Gommersheimer Jens Hinderberger. Das letzte Tor des Tages war gleichzeitig auch das Schönste. Hinderberger zog, für die gesamte Abwehr und den Torwart überraschend, von rechts außerhalb des Strafraums ab und brachte den Ball im langen Eck unter. Gegen Ende des Spiels war beiden Mannschaften die Belastung der Vorbereitung anzumerken. Viele Aktionen misslangen mangels Kraft und Konzentration, sonst wären wahrscheinlich noch einige Tore mehr gefallen.

Ein Kompliment auch an den gastgebenden SVG, die ihr Potenzial in einigen Aktionen zeigen konnten, aber vor allem an den vorzüglichen Torhütern (Selig in der 1. Halbzeit, Krög in der 2. Halbzeit) scheiterten. Überragender Akteur der Heimmannschaft war Torwart Alexander Lämmel, der mit einigen, teilweise halsbrecherischen Paraden eine höhere Niederlage verhinderte. Zudem sei erwähnt, dass zuschauerfreundlich, kein Eintritt verlangt wurde!

So bleibt jetzt nur noch die vage Hoffnung, dass das vielleicht doch nicht der letzte Auftritt war und die Fans sich auf das nächste anstehende Spiel gegen Viktoria Herxheim am Donnerstag, um 18:30 Uhr in Haßloch freuen können.
Leider konnten keine weiteren Infos zu dem Turnier in Haßloch in Erfahrung gebracht werden. Evtl. soll der SVW schon am Mittwoch dort spielen. Weiteres dazu wird morgen (Montag) hier veröffentlicht.


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© Oliver Dester